Bereits Mitte 2021 startete die Planung, seit Januar dieses Jahres läuft die Beantragung von Schalthandlungen im SAP. Mit der neuen Software haben Netzservices und Netzleitstelle diesen Prozess wesentlich effizienter gemacht. Hintergrund: Müssen Monteure oder Monteurinnen eine Schalthandlung im Mittel- oder Hochspannungsbereich vornehmen, müssen sie oder die Disposition dies bei der Netzleitstelle anfragen. Denn ob Wartung oder Reparatur: Was in einem Spannungsbereich von mehr als 1.000 Volt getätigt wird, muss von der Netzleitstelle freigegeben werden. Bis zum vergangenen Jahr wurde dieser Antrag per Word-Dokument und E-Mail an die Netzleitstelle gesendet. Die Kolleginnen und Kollegen antworteten ebenfalls via Word und E-Mail. Die vereinbarten Termine mussten händisch in den Kalender übertragen werden, der zudem ausschließlich von der Netzleitstelle eingesehen werden konnte.
Alles in allem ein recht aufwändiger und wenig transparenter Prozess.
Gemeinsam mit der Firma Aginag GmbH wurde der Prozess nun in unser SAP-System überführt. Der Mannheimer Softwareentwickler ist bereits seit 15 Jahren unser Dienstleister im Workforce-Management.
„Mit der Implementierung haben wir ein entscheidendes Handwerkszeug für das interne Tagesgeschäft optimiert. Termine werden nun automatisch eingepflegt, wir können Bemerkungen und Infos einfügen oder Dokumente anhängen. Das alles spart einige Arbeitsschritte und ermöglicht eine schnellere Reaktion“, fasst Florian Jansen zusammen. Er ergänzt, dass der Prozess kein fertiges Produkt sei, sondern kontinuierlich verbessert werden wird. Das Projekt war der erste Schritt in Sachen Digitalisierung. In den kommenden Jahren werden weitere Systeme in der Netzleitstelle eingeführt und die Digitalisierung des Schaltantragsmanagements stellt bereits jetzt die Weichen dafür.
Als nächstes Projekt zusammen mit Aginag steht die Entwicklung einer Software an, die Kolleginnen und Kollegen im Außeneinsatz bei der Zeitenerfassung, Abarbeitung von Aufträgen und Prozessen unterstützt.
